Aktuelle Hitzewelle: FDP fordert weniger Vorschriften für Klimaanlagen

Die letzten Hitzetage haben gezeigt, wie gross das Bedürfnis nach wirksamer Kühlung in Wohnungen und Arbeitsräumen geworden ist. Allein ein grosser Onlinehändler hat im Juni eine fünfstellige Anzahl mobiler Klimaanlagen verkauft. Angesichts längerer und heisserer Sommer dürfte dieses Bedürfnis weiter steigen.

Die FDP hat deshalb gestern im Kantonsrat einen Vorstoss eingereicht, der die strengen Vorgaben für fest installierte Klimaanlagen im Kanton Zürich lockern soll. Ein automatischer Sonnenschutz soll nicht mehr vorausgesetzt werden, und auch weitere bauliche Hürden sollen abgebaut werden.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, dass für bestimmte Klimaanlagen künftig nicht mehr das ordentliche Bewilligungsverfahren, sondern das Meldeverfahren gelten soll. Für Kantonsrätin Sonja Rueff-Frenkel reicht diese formelle Vereinfachung jedoch nicht aus. «Es ist erfreulich, dass im Kanton Zürich für Klimaanlagen künftig das Meldeverfahren zur Anwendung kommen soll. Das alleine genügt aber nicht, solange die baulichen Voraussetzungen nicht deutlich erleichtert werden.»

Kantonsrat Simon Vlk, Erstunterzeichner des Vorstosses, ergänzt: «Teure und nicht mehr zeitgemässe Auflagen, bilden für viele Betroffene eine zu grosse Hürde beim Einbau einer Klimaanlage. Das trifft insbesondere ältere und vulnerable Personen. Gerade sie leben häufig in Gebäuden, welche die heutigen baulichen Voraussetzungen für fest installierte Klimaanlagen nur schwer oder gar nicht erfüllen.»

Auch aus energietechnischer Sicht ist es sinnvoll, die Vorgaben für solche Anlagen zu erleichtern. Durch den starken Ausbau der Solarenergie steht gerade im Sommer zu vielen Zeiten genügend Strom zur Verfügung. Fraktionspräsident Claudio Zihlmann betont zudem: «Wenn die Installation von Split-Anlagen durch hohe Auflagen und Kosten erschwert oder gar verunmöglicht wird, weichen viele Betroffene auf mobile Geräte aus. Diese sind jedoch deutlich ineffizienter und oft erheblich lauter als fest installierte Anlagen.»

Filippo Leutenegger, Präsident FDP Kanton Zürich, ergänzt: «Der Vorstoss erleichtert den ausreichend verfügbare Solarstrom im Sommer für den Betrieb von Klimaanlagen zu nutzen.»

Aus all diesen Gründen fordert die FDP, die bürokratischen Hürden rasch abzubauen und den Einbau fest installierter Klimaanlagen deutlich zu erleichtern.

 

Kontakt:

Simon Vlk | Kantonsrat FDP | Telefon: +41 79 388 25 76

Claudio Zihlmann | Kantonsrat und Fraktionspräsident FDP | Telefon: +41 79 765 22 55

Sonja Rueff-Frenkel | Kantonsrätin FDP | Telefon: +41 76 488 28 55

Filippo Leutenegger | Präsident FDP Kanton Zürich | Telefon: +41 79 447 99 07